Das Rudel geht auf Reisen
Der Hund ist ein Rudeltier. Für ihn ist es das wichtigste, innerhalb seiner vertrauten Gemeinschaft bleiben zu dürfen. Geht das Rudel also auf Reisen, sollte der Hund unbedingt mitziehen dürfen. Eine Veränderung der Umgebung ist für ihn normalerweise kein Problem. Plane also - wenn irgendwie möglich - Deine Reise unter Berücksichtigung der Bedürfnisse Deines Hundes und gönne ihm, dass er den Urlaub, wo Du wahrscheinlich mehr Zeit für ihn hast als während des Jahres, im Kreise seiner Familie verbringen darf.
Die Urlaubsplanung
Für einen Urlaub mit dem Hund muss einiges im Vorfeld berücksichtigt werden:
Von der Auswahl des Reiseziels und der dort vorherrschenden Klimaverhältnisse bis hin zur Wahl des Transportmittels. Auch auf das Zusammenstellen des richtigen "Reisegepäcks" darf nicht vergessen werden, damit der Hund auf alle Situationen vorbereitet ist.
Checkliste
- Erkundige Dich frühzeitig nach den Einreisebestimmungen für das von Dir ausgewählte Urlaubsland und ebenfalls für die Länder die Du eventuell durchqueren musst. Reist Du in ein so genanntes Drittland, in dem Tollwut vorkommt oder dessen Seuchenstatus unbekannt ist, beachte bitte die gesonderten Wiedereinreisebestimmungen!
- Ist Dein Hund bei längeren Reisen übernervös oder ängstlich, sprich Deinen Tierarzt auf mögliche Beruhigungsmittel an und überprüfe vor der "grossen Reise" die Wirksamkeit des ausgewählten Mittels bei Deinem Tier.
- Wenn Du eine Hündin hast, lohnt es sich vor der Reise auszurechnen, ob sie eventuell während des Urlaubs läufig werden kann. Sollte dies der Fall sein, solltest Du Deinen Tierarzt bitten, eine kurzzeitige hormonelle Verschiebung durchzuführen.
Im Süden gibt es zahlreiche herrenlose Rüden, die Dir im harmlosesten Fall lästig werden oder im schlimmsten Fall Krankheiten übertragen können. - Frag Deinen Tierarzt nach "Reisekrankheiten" vor denen Du Dein Tier schützen solltest.
- Denke daran, dass für die meisten Tiere eine Futterumstellung ein zusätzlicher Stressfaktor ist und es zu Magen-Darm-Störungen kommen kann. Nimm deshalb ausreichend Futter von zu Hause mit. Musst Du dennoch am Urlaubsort eine Futterumstellung durchführen, mach das schrittweise. Mische allmählich grösser werdende Portionen des neuen Futters unter das Gewohnte.
- Bei einem Aufenthalt in ungewohnt warmem Klima ist der Appetit Deines Vierbeiners oft vermindert. Dies ist allerdings kein Grund zur Sorge, solange Dein Tier dabei nicht deutlich an Gewicht verliert. Übrig gelassenes Futter solltest Du nicht noch einmal anbieten, da es in der Hitze leicht verderben und die Ursache von Magen-Darm-Störungen sein kann.
- Lass Dein Tier möglichst nicht aus Näpfen trinken, die allgemein zugänglich sind. Es besteht die Gefahr der Ansteckung durch kranke Tiere die aus diesem Napf getrunken haben.
- Eine kleine Reiseapotheke, die von Deinem Tierarzt zusammenstellt wurde, kann sich auf der Reise als sehr nützlich erweisen.
Im Gepäck:
- Impfpass / Grenzpapiere
- Versicherungsnummer / Anschrift der Haftpflichtversicherung
- Transportkorb
- Maulkorb
- Leine, Halsband und/oder Brustgeschirr
- Zeckenzange
- Adress-Schild (ev. auch mit Urlaubsanschrift und mit jeweiligen Reise-Zeitraum)
- Frisches Trinkwasser in der Flasche und Wassernapf
- Plastiktüte und ev. Schaufel
- Futter, Leckereien, Kauknochen
- Dosenöffner
- Bürste, Kamm
- Spielzeug
- Handtücher
- Sonnenschutz
- Körbchen/Decke
- Reiseapotheke